Kontraktlogistik Köln: Ein Azubi über Erwartungen, die Praxis und Zukunftspläne
Auf die Empfehlung eines Freundes hat sich Tim Zündorf bei der Kontraktlogistik in Köln beworben. Jetzt berichtet der 20-jährige Azubi im Interview über die Praxis © SDAG/Michael Neuhaus

Kontraktlogistik Köln: Ein Azubi über Erwartungen, die Praxis und Zukunftspläne

Kontraktlogistik an einem Verkehrsdrehkreuz wie Köln ist äußerst herausfordernd. Dass aber gerade der hohe Anspruch an die Leistung seine Ausbildung spannend und abwechslungsreich macht, darüber berichtet Tim Zündorf, Azubi im ersten Lehrjahr bei DB Schenker. Außerdem erzählt der 20-Jährige im „logistik insider“-Interview, wie er seine Begeisterung für Logistik entdeckte und welche Ziele er sich für die Zukunft gesetzt hat.

Herr Zündorf, wie sind Sie auf Idee gekommen, sich gerade in der Logistik um eine Ausbildung zu bewerben?

Bild einer animierte Karte vom Stadtgebiet Köln

Multimedia-Reportage über das Logistik-Drehkreuz Köln – ein Klick bringt Sie zum Scrollytelling. © SDAG

Tim Zündorf: Ich fand schon im Erdkundeunterricht super spannend, wie Waren von A nach B kommen oder wie es Logistiker schaffen, jeden Tag tausende Sendungen zu bearbeiten. Und weil mein Opa einen kleinen Kurierdienst hat, bin ich schon mal mitgefahren, wenn er eine Eilsendung zugestellt hat. Auch die ganze Planung, die hinter den Transporten steht, hat mich interessiert. Brauche ich einen Lkw oder reicht ein Pkw mit Anhänger? Oder wie viele Fahrer muss ich einsetzen, wenn die Fahrt bis nach Österreich geht?

Haben sich Ihre Erwartungen an die Arbeit in der Kontraktlogistik bei DB Schenker erfüllt?

Tim Zündorf: Ich hatte erwartet, dass die Logistik hier in Köln herausfordernd sein würde und ich lerne wirklich ständig neue Arbeitsbereiche kennen. Daher bin ich nach dem ersten dreiviertel Jahr sehr zufrieden! Das Risiko, dass mich die Ausbildung enttäuschen könnte, war aber auch nicht sehr hoch. Denn einer meiner Freunde hat schon vorher bei DB Schenker gearbeitet und er hat mir den Kontraktlogistiker als Arbeitgeber empfohlen. Nach dem Abi habe ich mich dann beworben – und es hat geklappt!

Was hat Sie in den Kölner Shared Logistics Centern überrascht?

Portrait von Tim Zündorf auf blaue Kisten in einer Logistikhalle gelehnt

“Ich lerne gerade sehr viel, worauf es bei der Arbeit im Logistiklager ankommt.” © SDAG/Michael Neuhaus

Tim Zündorf: Es gibt hier in den SLC Maschinen, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Zum Beispiel zwei im Verpackungsbereich für einen Kunden aus dem Maschinenbau: Die eine zerknüllt auf Knopfdruck Papier, um es als Füllmaterial für Paketsendungen zu verwenden. Aus der anderen kommt in Sekundenbruchteilen Paketband geschossen und wickelt sich bombenfest um den Karton. Oder haben Sie schon einmal in einem 10.000 Quadratmeter großen Lagerhaus mit komplett leeren Regalen gestanden? Das ist echt beeindruckend! In Kerpen hat die Kontraktlogistik gerade ein neues SLC für die Konsumgüterindustrie eingerichtet und ich konnte den Aufbau von Anfang an begleiten.

Wo arbeiten Sie lieber: Im Logistik-Lager oder im Büro?

Tim Zündorf: Ich lerne gerade sehr viel, worauf es bei der Arbeit im Logistiklager ankommt: Ob es die besonderen Vorschriften für die Verpackung für die Luftfracht sind oder was ich tun muss, damit eine eilige Taxi-Sendung mit 40 unterschiedlichen Artikeln innerhalb einer Stunde versandfertig ist. Das finde ich als Basis super wichtig. Aber nach meiner Ausbildung würde ich mich eher im Büro sehen, in der Logistik-Planung und der Steuerung – vielleicht sogar irgendwann in der Leitung eines Shared Logistics Center.

“Azubi berichtet: Überraschungen im Alltag in der #Kontraktlogistik am Verkehrsdrehkreuz #Köln“

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Das klingt, als hätten Sie schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung?

Tim Zündorf: Pläne ist zu viel gesagt, ich habe die Ausbildung in Köln ja erst vor kurzem begonnen. Aber ich kann mir gut vorstellen, später noch ein Studium in Logistik-Management draufzusetzen. Und wenn das bei DB Schenker klappt, umso besser! Dafür wären die Erfahrungen, die ich jetzt sammle sicher ungemein nützlich. Im Studium würde ich dann nicht nur die Theorie lernen, sondern wüsste bereits, wie die Praxis dahinter aussieht.

Wie denken Sie, wird sich der Logistik-Alltag bis dahin verändern?

Tim Zündorf: Bei DB Schenker in Schweden fahren schon heute autonome Roboter durchs Logistikzentrum. Neue Technik wird die Logistikprozesse in Zukunft grundlegend verändern. Und ich hätte große Lust darauf, diese Entwicklung mitzugestalten und voranzutreiben.

Kontakt

Joachim Stern
Geschäftsleiter Köln Logistik
E-Mail: joachim.stern@dbschenker.com