Tante Ju: Ein Flugzeug auf ungewöhnlichen Wegen

Tante Ju: Ein Flugzeug auf ungewöhnlichen Wegen
Ein Tieflader wurde allein für den Transport des Rumpfes des 18 Meter langen Flugzeugs gebraucht. © Schenker Deutschland AG

Wenn eine alte Dame auf Reisen geht, ist das für sie meist mit großer Anstrengung verbunden. Im Falle von Tante Ju, einem Flugzeug des Modells Junkers Ju 52, lag die Mühe aber eher auf Seiten der Reisebegleitung – den Schwertransport-Experten von DB SCHENKERspecial. Wegen Umbaumaßnahmen im Deutschen Museum transportierten sie die 18 Meter lange Flugmaschine auf Tiefladern quer durch München zum vorübergehenden Quartier.

Flügel müssen für Transport abmontiert werden

Transport einer Junkers Ju 52

Mit einem Kran wurde das 3,4 Tonnen schwere Großexponat im Museum bewegt. © Deutsches Museum München

Nach zwei Stunden waren die ehrwürdige Lady sowie ihre Flügel an Bord der beiden Tieflader. © Deutsches Museum München

Nach zwei Stunden waren die ehrwürdige Lady sowie ihre Flügel an Bord der beiden Tieflader. © Deutsches Museum München

Transport einer Junkers Ju 52

Vor dem Transport verbrachte die Tante Ju noch eine Nacht vor dem Museum.© Deutsches Museum München

Transport einer Junkers Ju 52

Um 9 Uhr morgens startete die Reise des historischen Flugzeugs durch München. © Schenker Deutschland AG

historisches Bild Junkers Ju 52

So sieht sie komplett aus: Historisches Foto der Ju 52. © Deutsches Museum München

Transport einer Junkers Ju 52

Die Kolonne mit der Ju 52 wird von der Polizei begleitet. © Schenker Deutschland AG

Transport einer Junkers Ju 52

Der Transport des Flugzeuges ist voll im Zeitplan. © Schenker Deutschland AG

    Schon vor dem Transport herrschte bei den Flugzeugexperten des Deutschen Museums große Erleichterung. Ungewiss war zuvor gewesen, ob und wie Tante Ju aus dem Museumsgebäude gebracht werden kann. Zu groß sei das historische Flugzeug, so die Befürchtung der Verantwortlichen. Glücklicherweise fanden sie jedoch eine Lösung: Kurzerhand montierten sie Flügel und Leitwerk vom Flugzeugrumpf. Mit einem Kran konnte das 3,4 Tonnen schwere Großexponat dann zunächst vom Obergeschoss ins Erdgeschoss und anschließend aus dem Gebäude geschafft werden. Dort wurde die Tante Ju von einem Team aus Schwertransport-Spezialisten um Projektleiter Peter Geyer aus der Geschäftsstelle München direkt aufgeladen. Nach zwei Stunden waren die ehrwürdige Lady sowie ihre Flügel an Bord der beiden Tieflader. Vor dem Transport verbrachte Tante Ju allerdings noch eine Nacht vor dem Museum.

    “Tante Ju: Rumpf und Flügel reisen mit #DBSchenker quer durch München“

    Twittern WhatsApp

    Mit Polizeibegleitung ins neue Quartier

    Die Fahrt zum Quartier begann schließlich am Sonntag um 9 Uhr morgens. Acht Mitarbeiter von DB Schenker rückten aus Hagen und München an, um Rumpf und Flügel mit zwei Tiefladern quer durch die Bayernmetropole zu transportieren. Entlang der Isar und von Polizei begleitet rollte die Kolonne raus aus der Landeshauptstadt. Nach gut einer Stunde war es dann geschafft: Im Zeitplan und ohne Kratzer erreichte Tante Ju ihr neues Zuhause. Hier wird sie bis voraussichtlich 2019 bleiben.

    Senkrechtstarter erfordert Millimeterarbeit

    Größtes Flugzeug der Welt landet erstmals in Australien | logistik aktuell

    DB Schenker transportiert 117 Tonnen schweren Generator mit einer Antonow-225 nach Australien. Die Abmessungen des Riesenflugzeuges: 18 m hoch, 84 m lang.

    logistik-aktuell.com

    Die Tante Ju war jedoch nur eines von insgesamt 11.000 kostbaren Ausstellungsstücken, die wegen der Modernisierung des Deutschen Museums auf Reisen gingen. DB Schenker sorgte dabei für den Transport der Großexponate. Unter diesen waren auch ein Starfighter F-104G, ein Senkrechtstarter VJ-101 sowie ein Hansa-Jet und ein Sikorsky-Hubschrauber S-58. Der Starfighter konnte teilweise zerlegt werden – wiegt aber auch in abgespeckter Form noch gut 6 Tonnen. Komplizierter war der Transport des Senkrechtstarters – er wäre nur mit sehr großem Aufwand zu demontieren gewesen. Also wurde er am Stück aus dem Gebäude gehoben. Das Flugzeug ist gut 15 Meter lang und fast 7 Meter breit – das Tor im Gebäude misst aber nur 5,80 Meter Breite. Millimeterarbeit für den Mann, der den Kran bedient.