Container als Teil der intelligenten Lieferketten

Unsere Weihnachtsgeschenke – so sie aus Fernost stammen – sind schon längst an Bord der großen Frachter oder in Europa ausgeladen und in die Umschlagzentren verbracht worden. Viele Millionen Container werden mit ihrer Fracht zum Jahresende aus Asien nach Europa gebracht. Als vor 60 Jahren die ersten 99 Container an Bord des US-Frachters „Fairland“ in Deutschland eintrafen, ahnte kaum jemand, dass die schlichten stählernen Boxen die Wirtschaft und den Handel auf der ganzen Welt verändern sollten.

“60 Jahre Container in Europa: Der #Weihnachtsmann läßt die Geschenke heute in der Stahlbox liefern.“

Twittern WhatsApp

Den Container hatte der Logistiker Malcolm McLean wenige Jahre zuvor in den USA entwickelt. Nun trat er einen wahren Triumph- und Siegeszug durch Europa an: Denn erst durch den Standard-Behälter konnten Lieferwege unkompliziert über viele unterschiedliche Verkehrsträger weltweit standardisiert werden. Heute werden auf der ganzen Welt Container eingesetzt, um Waren zu transportieren. Fachleute schätzen ihre Anzahl heute weltweit auf acht bis 15 Millionen. Der Container ist ein echter Beschleuniger für den Welthandel geworden – und hat entscheidend zum Wohlstand in der ganzen Welt beigetragen.

Sensoren und Tracking-Tools

Zudem ist der Container mittlerweile längst technisch aufgerüstet worden, um die Anforderungen unterschiedlicher Branchen zu erfüllen: vom Gefahrgut-Container in der Chemieindustrie über die gekühlte Box für temperaturempfindliche Fracht in der Pharmabranche, als diskrete, aber bestens gesicherte Box für hochwertigste Autoteile oder elektronische Komponenten.
Weil sie mit Sensoren und Tracking-Tools ausgerüstet werden können, sind sie auch im Zeitalter der Digitalisierung ideale Transportbehälter. „Wenn wir aktuelle Studien lesen, welche Branchen in den nächsten Jahren durch Digitalisierung das größte Veränderungspotential haben, dann finden wir die Logistik immer unter den Top Drei“, sagte Kurt Leidinger, Vorsitzende des Vorstands DB Schenker Deutschland AG.

Sicherheit und Transparenz

Digitale Transportprozesse bedeutet aber auch, dass Container die notwendigen Daten liefern müssen, die für Transparenz und Effizienz notwendig sind. Deutschlands führender integrierter Logistiker beispielsweise setzt auf verschiedene Produkte aus der DB SCHENKERsmartbox family. So verbessert Schenker Deutschland Transport- und Lagerprozesse der Kunden und bietet gleichzeitig mehr Sicherheit.

Fraunhofer IML & DB Schenker: Digitalisierung in der Logistik

In Dortmund forschen DB Schenker und Fraunhofer IML gemeinsam zum Thema Digitalisierung in der Logistik. Ziel sind neue Technologien und Geschäftsmodelle.

logistik-aktuell.com

Denn je nach Produkt können relevante Daten über den Zustand des Containers oder der Packstücke in Echtzeit während der Transporte online oder nach dem Transport per USB-Schnittstelle abgerufen werden.
Individuelle Reports und Statistiken liefern anschließend zielgenaue Erkenntnisse darüber, wie der Einsatz der tonnenschweren Kolosse noch präziser und wirtschaftlicher geplant werden kann. Im Verbund mit vielen tausend Kollegen im Hafen, am Hub oder im Industriegebiet sind die intelligenten Boxen die Voraussetzung dafür, dass Waren pünktlich und zuverlässig dahin gelange, wo sie benötigt werden. Von diesem Entwicklungsschritt konnte Malcolm McLean nur träumen.


Container in Zahlen
Der World Shipping Council liefert interessante Fakten rund um die Container. 2013 wurden ungefähr 120 Millionen Containers auf Schiffen transportiert, die Fracht im Wert von insgesamt vier Billionen US-Dollar trugen.
Anders als häufig angenommen gehen Seefracht-Container kaum verloren. Im Durchschnitt 733 Container jährlich sind nach WSC-Angaben in den Jahren 2011, 2012 und 2013 über Bord gegangen. Nicht mitgezählt wurden allerdings Behälter, die nach dem Schiffbruch eines Containerfrachters sanken.