Airbus Tochter Satair: Verpackungen für Ersatzteile wie im Flug

Wenn Flugzeuge auf Ersatzteile warten, muss es schnell gehen, denn jede Minute am Boden kostet sehr viel Geld. Dementsprechend zügig müssen auch die benötigten Verpackungen verfügbar sein. Diese schützen das wertvolle Gut und sorgen für einen unbeschadeten Transport. Genau solche Behälter für Ersatzteile und Spezialwerkzeuge entwickelt DB Schenker für die Airbus Tochter Satair Group in Hamburg Fuhlsbüttel. Außerdem sorgt das Logistikunternehmen für den Nachschub der Transportboxen – im Falle eines AOG („aircraft on ground“) innerhalb von nur einer Stunde. Insgesamt beträgt das jährliche Auftragsvolumen 6.000 bis 7.000 Verpackungen.

Verpackungen für reibungslose Ersatzteillogistik

Bis von einem Airbus Modell nur noch fünf Flugzeuge am Himmel kreuzen, so lange hält die Satair Group ihren Kunden jedes einzelne Ersatzteil bereit – vorausgesetzt sie wurden in den letzten 40 Jahren produziert. Ebenso langlebig müssen laut den Vorgaben des Flugzeugherstellers auch die Verpackungen sein.

Verpackungen für den Transport von Spezialwerkzeugen

Mit Verpackungen wie diesen transportiert Satair die Spezialwerkzeuge von Airbus. © Satair

Seit Anfang dieses Jahres ist DB Schenker für die Belieferung der Satair Group mit Verpackungen für Airframe-Teile und -Tools für Airbus zuständig. Dazu zählen alle Produkte, die man außen am Flugzeug sieht – mit Ausnahme von Turbinen und Fahrwerken. Auch bauen die DB Schenker Profis Transportboxen für die Spezialwerkzeuge, die für die Instandhaltung und Reparatur der Flugzeuge von Airbus benötigt werden und von den Kunden geleast werden können – von klein bis sehr groß.

Außerdem stellen die Verpackungsprofis Einwegboxen und sogenannte Panelframes für Sammelbestellungen her, die von der Airbus Tochter Satair Group für den weltweiten Versand von Ersatzteilen genutzt werden. An die 120.000 Teilenummern umfasst das aktuelle Ersatzteilespektrum der Satair Group. Entsprechend variabel müssen die Transportboxen sein.

Maßgeschneiderte Transportboxen aus der Tischlerei

Die Holzkisten baut DB Schenker in der eigenen Tischlerei in Schweinfurt sowie in Zusammenarbeit mit zwei Dienstleistern an einem ihrer Produktionsstandorte. Zunächst werden dabei Prototypen angefertigt. Für die Verpackungsprofis ist das eine der größten Herausforderungen.

Passen die Boxen, werden sie in die Serie überführt. Nach der Fertigung der Container ist das Unternehmen außerdem für deren Transport zuständig. Die Boxen für Airframes und Tools werden an Lieferanten und Kunden in der ganzen Welt versandt.

Und dann sind da noch die Einwegboxen für die kleineren Ersatzteile, die direkt vor Ort bei der Satair Group in Hamburg produziert werden. Die Nähe ist entscheidend, denn hier muss es besonders schnell gehen. Innerhalb von nur zwei Stunden müssen die Kisten bereitstehen. Handelt es sich um einen sogenannten AOG – „Aircraft on Ground“ – bleibt sogar nur eine Stunde, bis die Verpackung geliefert werden muss.

“#Verpackungen für die #Ersatzteillogistik: DB #Schenker als Innovator für die @Airbus Tochter @Satair_aviation“

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Custom Care Center koordiniert Produktion, Lieferung und Innovation

Dass auch dringende Lieferungen souverän gestemmt werden können, dafür sorgt das Customer Care Center. Von hier aus werden Herstellung und Transport der Behälter koordiniert. Außerdem garantiert diese Einrichtung optimalen Service. „Der Flugzeugbauer hat hier feste Ansprechpartner“, erklärt Markus Linke von DB SCHENKEReuropac. „Sie lesen der Satair Group jeden Wunsch von den Augen ab und setzen alles in Bewegung, um diesen zu erfüllen. Die Mitarbeiter dort sind echte ‚Care Manager’.“

Das gilt auch für die Einhaltung der KPIs, die gemeinsam mit dem Kunden für jede Bauart und jede Form entwickelt wurden – zum Beispiel die Lieferung innerhalb von ein bis zwei Stunden innerhalb des Betriebsgeländes bis hin zu maximal zwei Wochen. Das Customer Care Center behält die Zuverlässigkeit im Auge.

Gleiches gilt für die Verpackungsmodelle. Auch bei diesen ist das Custom Care Center als Schnittstelle zu Airbus und der Satair Group für Optimierungen zuständig. „Wie können wir die Boxen in Zukunft verbessern? Was kann standardisiert werden? Für diese und ähnliche Fragen möchten wir der Satair Group Antworten und neue Impulse geben“, meint Markus Linke. „Wir verstehen uns gleichermaßen als Kümmerer und Verbesserer.“

Kontakt

Markus Linke
DB SCHENKEReuropac
Leiter Projekt- und Tendermanagement
E-Mail: markus.linke@dbschenker.com