Produktpiraterie: So sorgen Logistiker für sichere Lieferketten bei Arzneimitteln

Gefälschte Medikamente sind lebensbedrohlich: Jedes Jahr sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit eine Million Menschen an Arzneimitteln, die nicht die vorgesehenen Wirkstoffe enthalten. Bis zu zehn Prozent der Medikamente stammen nicht vom angegebenen Hersteller. In Afrika sind sogar vier von fünf Medikamenten gefälscht.

„Wir wissen, dass sowohl Generika als auch innovative Arzneimittel gefälscht werden, von Krebstherapeutika bis hin zu preiswerten Schmerzmitteln“, sagt António Campinos von der EU-Behörde EUIPO. „Solche Fälschungen können giftig sein und eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen.“ Sie werden meist in Asien und Osteuropa aus Substanzen hergestellt, die mit den vorgesehenen Wirkstoffen kaum etwas zu tun haben – oder nicht den europäischen Sicherheitsrichtlinien entsprechen.

Smartbox-Familie macht DB Schenker zum Marktführer bei der Sensor-Technik | logistik aktuell

Sicherheit und Transparenz sind inzwischen die wichtigsten Aspekte in internationalen Lieferketten. DB Schenkersmartboxes liefern die notwendige Technik.

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Produktpiraterie im Pharmabereich hat enorme Auswirkungen – nicht nur auf Patienten, sondern auch auf die Pharmaindustrie. Den Unternehmen gehen allein in Deutschland jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz durch gefälschte Medikamente verloren, schätzt die EU.

Unübersichtliche Lieferketten

Sichere und transparente Lieferketten sind eine Möglichkeit, sich gegen Produktpiraterie abzusichern. Denn längst hat sich die Pharmalogistik verändert: immer mehr Dienstleister sind für einen Kunden aktiv. Die weltweite Vernetzung der Pharmahändler sowie immer mehr internationale und längere Transporte per Flugzeug, Schiff oder Lastwagen machen Lieferketten immer komplexer. Auch der Online-Handel mit teils dubiosen Transportwegen nimmt zu.

Frank Burkert, DB Schenker

„Wir arbeiten mit den Originallieferanten zusammen. Dadurch können wir einen qualitativ hochwertigen end2end Service aus einer Hand anbieten und sicherstellen, dass keine Fälschungen in Umlauf kommen.“

Logistiker können helfen, Produktpiraterie zu verhindern, sie müssen daher bei Arzneimittel-Lieferketten seit 2013 die EU-Richtlinie für die gute Vertriebspraxis anwenden – die Good Distribution Practice (GDP). „Aufgrund der GDP-Regularien müssen wir die Transportkette streng überwachen. Jeder Beteiligte in unserem weltweiten Netzwerk muss entsprechend zertifiziert sein“, erläutert Frank Burkert, Head of Global Vertical Market Healthcare bei DB Schenker.

Lückenlose Überwachung

Der Logistiker entwickelt mit dem Kunden individuelle Supply Chain-Lösungen, mit der zeit- und temperatursensible Produkte sicher den Empfänger erreichen. „Wir arbeiten mit den Originallieferanten zusammen“, erläutert Burkert die Situation bei DB Schenker. „Dadurch können wir einen qualitativ hochwertigen end2end Service aus einer Hand anbieten und sicherstellen, dass keine Fälschungen in Umlauf kommen.“ Ein spezielles Handling und Monitoring garantieren für Unversehrtheit der Ware. Mit intelligenten Tools wie der DB SCHENKERsmartbox beispielsweise können die Sendungen lückenlos überwacht werden.

“#Produktpiraterie und schlampige Lieferketten kosten jedes Jahr eine Million Menschenleben“

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Gleichzeitig arbeitet der Logistiker nur mit Partnern zusammen, die ein gleiches Qualitätsniveau aufweisen. „Wenn Sie das nicht lückenlos garantieren können, dann verlieren Sie Reputation – und das ist fatal für unser Geschäft“, sagt Burkert. Ähnliches gilt natürlich für die Hersteller: Sie müssen um ihre Reputation am Markt und das Vertrauen ihrer Kunden fürchten. Nur gemeinsam können Logistiker und Hersteller die Herkunft von Medikamenten garantieren – und damit dazu beitragen, Leben zu retten.