Sicherer Datenaustausch – DB Schenker ist Mitglied im IDS-Anwenderverbund

Datenschutz ist eine der Grundbedingungen für den Erfolg von Industrie 4.0. Ist die Realisierung geschützter Bereiche im Rahmen der eigenen internen IT oftmals bereits eine Herausforderung, so stellt der Austausch von Daten zwischen Unternehmen noch höhere Anforderungen an den Schutz von Kommunikation und Datenhaltung.
Technologien wie sichere VPN-Tunnel oder ausgefeilte Verschlüsselungstechniken helfen bei der Bewältigung dieser Aufgabe, es fehlte bisher aber an Unternehmens- und branchenübergreifenden Standards.
Im Industrial Data Space (IDS) – ein Datenraum, den die Fraunhofer-Gesellschaft mit Anwendern aus der Wirtschaft gerade entwickelt – wird den Nutzern ein sicherer Architekturstandard zum Austausch von Daten zur Verfügung gestellt. Vorausgesetzt, man ist Mitglied in diesem Anwenderverbund – wie Schenker seit Mai 2017. „Wir sind die ersten Logistiker, die dem IDS beigetreten sind und jetzt dessen Potentiale ausloten“, sagt Dr. Christian Tummel, Business Consultant im Bereich Data Strategy und Analytics bei DB Schenker.

Dr. Christian Tummel

„Wir sind die ersten Logistiker, die dem IDS beigetreten sind und jetzt dessen Potentiale ausloten.“

Chancen und Standards

Die Gründe für den Beitritt sind einfach: Viele der großen Industriekunden von DB Schenker sind mittlerweile Mitglied im IDS. Durch die Analyse von eigenen und Fremddaten wollen sie neue Geschäftsmodelle herausbilden und bestehende weiterentwickeln. Hierbei setzen sie auch auf die Bereitschaft der Dienstleister, sich ebenfalls mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und Synergien zu nutzen. „Als Logistiker sind wir ein elementarer Bestandteil und sitzen sozusagen im Zentrum weltweiter Lieferketten.“ so Tummel.

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Zum anderen kann DB Schenker mithelfen, den Standard für Datensicherheit der kommenden Jahre zu entwickeln. „Es ist klar, dass es Standards zum sicheren unternehmensübergreifenden Austausch von Daten geben muss. Noch nicht klar ist, welche das sind. Beim IDS geht es daher neben dem Datenschutz vor allem auch um Standards in der ‚digitalen Beziehung‘ zu unseren Kunden.“ sagt Dr. Christian Tummel.

Angst vor dem Kontrollverlust

Datenaustausch ist Vertrauenssache: Drei Viertel aller mittleren und großen Unternehmen in Deutschland teilen mit Kunden und Geschäftspartnern schon heute Daten. Mehr als die Hälfte fürchtet aber, Geschäftsgeheimnisse preiszugeben. Das hat die Studie „Datenaustausch als wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung“ der Unternehmensberatung PwC ergeben.

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Im IDS finden die Unternehmen theoretisch die Möglichkeit, Daten miteinander auszutauschen, ohne die Souveränität über sensible, unternehmensinterne Angaben zu verlieren. Es gibt mehrere Ansatzpunkte und bereits intensive Gespräche mit potenziellen Partnern zu Anwendungsfällen, in denen der Industrial Data Space eine zentrale Rolle spielen kann.
„Der IDS ist spannend, weil uns allen klar wird, wie stark wir umdenken müssen. Weg vom Alleingang, hin zur Kollaboration – zum wirklichen Austausch.“ so Tummel.

Datensicherheit durch IDS


Der „Industrial Data Space“ ist eine Referenzarchitektur ohne zentralen Server. Jeder Teilnehmer stellt ausgewählte Daten bereit. Eine „Connector“ genannte Relaisstation garantiert hohe Sicherheit bei gleichzeitigem Datenaustausch.
Spezielle Software verknüpft Unternehmen, Cloud-Plattformen und vernetzte Objekte miteinander und stellt dabei sicher, dass Daten nur unter definierten Bedingungen genutzt und verarbeitet werden. Informationen können dabei etwa auch vor dem Versand anonymisiert werden.
Neben DB Schenker engagieren sich mittlerweile 78 Unternehmen in dem Verbund.