Road to PyeongChang: Wie Logistiker und Athleten sich auf Olympia vorbereiten

„Kombination aus Planung und Flexibilität ist entscheidend“

Am 9. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele PyeongChang 2018. Nicht nur für die Athleten des Team Deutschland ist es der Höhepunkt des vierjährigen Olympiazyklus. Auch für DB Schenker, dem Offiziellen Logistikpartner vom Team Deutschland, gilt es nach mehrjähriger Vorbereitung beim Großereignis pünktlich abzuliefern. Zeit für Gold!

Logistik aktuell hat sich mit Johannes Rydzek – Deutschlands Sportler des Jahres 2017 – getroffen, um herauszufinden, was die Vorbereitung des sechsfachen Weltmeisters in der Nordischen Kombination mit der eines Logistikdienstleisters gemein hat und was die beiden „Olympiateilnehmer“ unterscheidet.

Schrittweise Vorbereitung auf den Mega-Event

Circa 18 Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele begann für das Team von DB SCHENKERsportsevents die Grobplanung für das Großereignis. Für die Logistiker gilt es zunächst die Rahmenbedingungen abzustecken und die Konzeption für die kommenden anderthalb Jahre auf die Beine zu stellen. Etwas später, nämlich mit dem Sommertraining ab April 2017, startete Johannes Rydzek in die Vorbereitung auf die Spiele. Auch wenn der zweifache Olympiamedaillen-Gewinner sagt, dass die Saisonvorbereitung stets akribisch sei, gibt er zu, dass vor einer Olympiasaison das ein oder andere Detail stärker hinterfragt wird. „Der Sommer ist geprägt davon sich schrittweise und detailliert weiterzuentwickeln.“

Schritt für Schritt entwickelten auch die Logistiker von DB Schenker ihre Konzepte und stiegen circa acht Monate vor Eröffnung der Winterspiele in die Detailplanung für das Event ein. Der sechsfache Weltmeister hingegen schiebt die konkrete Beschäftigung mit dem Saisonhöhepunkt soweit wie möglich hinaus. „Man darf nicht zu weit vorher schon den Fokus auf Olympia legen, denn dann verliert man den Alltag und das tägliche Geschäft aus den Augen. Der volle Fokus ist dann da, wenn der nächste Wettkampf das olympische Rennen ist. Davor ist es aber natürlich im Hinterkopf.“

Monatelanger Aufenthalt und Olympische Stippvisite

Seit Wochen sind die Projektmanager von DB SCHENKERsportsevents bereits immer wieder vor Ort in den koreanischen Bergen. Sie stellen sicher, dass die 48 Container Seefracht und die 27 Tonnen Luftfracht, die DB Schenker für das Team Deutschland, den Aufbau und die Ausstattung des Deutschen Hauses und für eine Vielzahl von Hospitality-Kunden nach PyeongChang liefert, sicher durch den Zoll und pünktlich an ihren Bestimmungsort kommen.

Auch Johannes Rydzek war bereits in PyeongChang um die Gegebenheit vor Ort kennenzulernen und kann dabei auf erste Erfolgserlebnisse zurückblicken: bei der Generalprobe ein Jahr vor den Spielen gewann er beide Testwettkämpfe auf der bis dahin unbekannten Anlage. Allerdings seien die Olympischen Spiele etwas ganz anderes als ein normaler Weltcup, so Rydzek. Die Aufmerksamkeit, das Faninteresse und das mediale Drumherum seien atmosphärisch kaum zu vergleichen. Im Gegensatz zu den Logistikern setzt der erfahrene Kombinierer daher auf ein spätes Eintreffen am Ort der Spiele. „Wir fliegen am 10. Februar nach PyeongChang. Der erste Wettkampf ist dann am 14. Februar. Es geht darum, nicht zu früh vor Ort zu sein, aber dennoch genug Zeit zu haben um sich zu akklimatisieren.“

Finale Vorbereitung: Feinschliff und Druck

Die letzten Wochen vor den Olympischen Spielen nutzt Rydzek „um in Form zu kommen, den Rennrhythmus zu finden und den letzten Feinschliff zu holen.“ Druck von außen lässt der 26-Jährige nicht an sich ran: „Ich will nach Korea fahren und sagen können ich habe mich ideal vorbereitet, meine Form passt und ich freue mich auf die Rennen. Natürlich habe ich einen Traum von einer Medaille aber ich weiß genau, dass Freud und Leid bei sportlichen Großereignissen ganz eng beieinanderliegen.“

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Unter Hochdruck arbeitet auch das gesamte Team von DB Schenkerin den finalen Wochen der Vorbereitung. Die ersten Athleten treffen rund eine Woche vor Beginn der Spiele ein und das Deutsche Haus muss bis zur Eröffnung am 8. Februar, einen Tag vor Beginn der Spiele, komplett umgebaut sein.

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Logistische und Nordische Kombination

Die Logistiker haben bis dahin von der Grobplanung bis zur punktgenauen Lieferung und Umsetzung vielfältige Aufgaben bewältigt. Dieses Kombinieren verschiedener Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen ist für Rydzek mit seiner Sportart vergleichbar. Daher spricht der Goldkandidat auch für die Mitarbeiter von DB Schenker, wenn er die Bedingungen für ein erfolgreiches Abschneiden nach Monaten der Vorbereitung zusammenfasst:

„Die Kombination aus Planung und Flexibilität ist entscheidend. Ich selbst bin jemand, der sehr gut planen kann und sich dann an die vorbereiteten Abläufe hält. Aber auch wenn man alles durchplant, muss man wissen, dass sich in einem Wettkampf von einem Moment auf den anderen alles verändern kann. Es ist immer eine Herausforderung das Zusammenspiel aus Planverwirklichung und rechtzeitigem situativem Reagieren hinzubekommen. Wenn mir das gut gelingt, dann bin ich erfolgreich.“

Wo sich die Wege von Johannes Rydzek und dem DB Schenker Team vor und während  der Spiele kreuzen, erfahren Sie demnächst hier im Blog.

Nordische Kombination

Die Nordische Kombination ist die Königsdisziplin für die nordischen Winterathleten und seit 1924 Teil des olympischen Programms. Sie kombiniert die beiden nordischen Einzeldisziplinen Skispringen und Langlauf. Zwei Einzelrennen (über je 10 km) von der Groß- und Normalschanze gehören neben dem Teamwettbewerb (vier Starter pro Nation) zum olympischen Programm. Johannes Rydzek geht als amtierender Weltmeister aller drei Wettbewerbe in PyeongChang an den Start.