Road to PyeongChang: Wie Logistiker und Athleten bei Olympia zusammenarbeiten

Teamwork: Logistische Koordination und Nordische Kombination

Die Olympischen Winterspiele in PyeongChang sind erfolgreich gestartet. Das Deutsche Haus, der Treffpunkt der deutschen Sportfamilie, wurde mit Hilfe von DB Schenker pünktlich fertig gestellt und feierlich eröffnet. Logistik aktuell hat sich mit Johannes Rydzek – Deutschlands Sportler des Jahres 2017 – getroffen, um herauszufinden, welche Schnittstellen es zwischen den Disziplinen „Logistische Koordination“ und „Nordische Kombination“ gibt.  Johannes Rydzek steht kurz vor seinem ersten Wettkampf (14.02. 7:00 MEZ).

Mit großem Gepäck – bis zu 20 Paar Langlaufski

„Kombination aus Planung und Flexibilität ist entscheidend“ | logistik aktuell

Logistiker und Athlet bei Olympia. Was die Vorbereitung eines Weltmeisters mit der des Logistikers gemein hat und was die Olympiateilnehmer unterscheidet.

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Die Voraussetzungen für den Erfolg von Johannes Rydzek sind geschaffen. Neben einer guten Vorbereitung wurden alle Ausrüstungsgegenstände von DB Schenker pünktlich nach PyeongChang geliefert.  „Für die Olympischen Spiele nimmt man natürlich für alle Eventualitäten mehr mit. Was Klamotten und Schuhe angeht, werden es wohl allein drei Taschen für die zwei Wochen. Hinzu kommt eine Tasche speziell für die Sprunganzüge. Zwei Skisäcke mit vier paar Sprungski und bis zu zwanzig paar Langlaufski.“

Für die Nordischen Kombinierer gibt es einen Ausrüstungsgegenstand der im besonderen Fokus steht: „Die Teile, wie Sprungschuh und Sprungski, bei denen es auf das eigene und individuell abgestimmte Setup ankommt, sind sicherlich am wichtigsten. Der Sprungschuh ist speziell angepasst, im Gegensatz zum Langlaufschuh, und ist damit essentiell.“

Johannes Rydzek

„Alles, was nicht individuell abgestimmt sein muss, ging schon sehr früh mit DB Schenker nach Südkorea.“

Einen Gegenstand transportiert Johannes Rydzek aber immer höchst persönlich zu jedem Wettkampfort. Seine kleine Aeropress Kaffeemaschine, ein Zwischending zwischen Filter- und Espressomaschine, hat Rydzek immer im Handgepäck für den Fall, dass es irgendwo keinen guten Kaffee gäbe.

Der Tag der Tage 

Der große Tag in Südkorea verläuft für den amtierenden Weltmeister dann aber wie die meisten anderen Wettkampftage auch.

Johannes Rydzek

„Die Wettkampftage sind sehr genau durchgetaktet und haben einen festen Rhythmus.“

„Der Ablauf am Wettkampftag beginnt mit dem Frühstück – nicht zu schwer, nicht zu wenig – um genügend Kraft für den Tag zu haben. Eine Stunde vor Wettkampfbeginn ist man an der Schanze und erwärmt sich. Dann kommt der Sprungwettkampf, nach dem man sich eine Taktik für den Lauf zurechtlegen muss.  Kurzes Abschalten und Runterfahren bevor der Körper Höchstleistungen bringen muss. Kohlenhydrate zuführen je nach Dauer der Wettkampfpause. Nach dem Wettkampf Auslaufen, Massage, Essen um am nächsten Tag wieder hergestellt zu sein. Das Schwierige ist oft nach den Wettkämpfen wieder runterzukommen und auf den nächsten Wettkampf zu konzentrieren.“

“Countdown läuft: #JohannesRydzek und DB #Schenker haben die Vorbereitungen abgeschlossen. Die Spiele können beginnen! @pyeongchang2018 @TeamD “

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Da Rydzek drei Olympia-Rennen plus Training in 12 Tagen absolvieren muss, bleibt vor Ort wenig Zeit, Olympia zu genießen. In Vancouver habe es für einen Besuch der Biathlon-Wettbewerbe und eines Eishockey-Spiels gereicht, in Sotschi für einen Besuch der Freestyle Wettbewerbe. Im Vordergrund steht aber die Konzentration auf die eigenen Rennen und das eigene Training.

Nach dem Wettkampf: ab ins Deutsche Haus

Außenaufnahme Deutsches Haus

Außenaufnahme des Deutschen Haus, Olympische Winterspiele 2018 in PyeongChang. © picture alliance/Kai-Uwe Waerner


Eine Disziplin hat das DB Schenker Team bereits erfolgreich gemeistert: den Transport, die logistische Koordination rund um das Deutsche Haus, welches von DB Schenker für die Olympischen Spiele betreut wird. Dort wird DB Schenker nach seinen Wettkämpfen wieder auf Johannes Rydzek treffen. „Ich habe die Deutschen Häuser in guter Erinnerung. Besondere Bedeutung hatte das Deutsche Haus für mich während Sotschi 2014, da wir direkt nebenan gewohnt haben und im Deutschen Haus verköstigt wurden. Somit waren wir dort sehr häufig. Und natürlich hatten wir auch eine gute Sause nach dem Gewinn der Silbermedaille im Teamwettbewerb. Das wäre natürlich auch dieses Jahr schön.“

Für DB Schenker enden die Olympischen Winterspiele mit dem Abbau und der Rückführung aller Güter erst viele Wochen nach den Spielen. Für DB Schenker bedeutet „nach den Spielen“ aber auch gleichzeitig „vor den Spielen“, denn DB Schenker ist auch Partner der Deutschen Paralympischen Mannschaft. Für die Paralympischen Winterspiele (8. – 18. März 2018) wird das Deutsche Haus zum Alpenhaus umgebaut und von den Delegationen aus Österreich, Schweiz und Deutschland gemeinsam genutzt.

Nordische Kombination

Die Nordische Kombination ist die Königsdisziplin für die nordischen Winterathleten und seit 1924 Teil des olympischen Programms. Sie kombiniert die beiden nordischen Einzeldisziplinen Skispringen und Langlauf. Zwei Einzelrennen (über je 10 km) von der Groß- und Normalschanze gehören neben dem Teamwettbewerb (vier Starter pro Nation) zum olympischen Programm. Johannes Rydzek geht als amtierender Weltmeister aller drei Wettbewerbe in PyeongChang an den Start.