Australien-Logistik: Von wegen Kängurus

Logistiker wissen: Man sollte sein Bild von Australien nicht nur mit Kängurus, Aborigines und Urlaubserinnerungen malen. Sonst fliegt einem die Fehleinschätzung irgendwann wie ein perfekt geworfener Bumerang um die Ohren. Denn den Europäern gilt Australien durchaus als interessanter Wirtschaftspartner. Deutschland zum Beispiel importiert Gold und andere Edelmetalle von dem Kontinent. Natürlich auch Wein und jede Menge Fleisch. Dagegen schwören die Australier auf Kraftfahrzeuge, Pharmaprodukte und Maschinen mit dem Aufdruck „Made in Germany“. Das bilaterale Handelsvolumen (Waren plus Dienstleistungen) betrug 2016 nach Angaben des bayerischen Außenwirtschaftszentrums rund 13 Milliarden Euro, wobei 85 Prozent nach Australien gehen und nur 15 Prozent in die andere Richtung.

Als globaler Logistikdienstleister mischt DB Schenker beim Warenaustausch munter mit. Vor Ort hat man sich schon 1962 mit einer eigenen Landesgesellschaft positioniert. Rechnet man die Niederlassungen in Neuseeland hinzu, sind es rund 1.300 Mitarbeiter, die DB Schenker in Down Under beschäftigt. Sie befassen sich mit Landverkehren, See- und Luftfracht oder mit komplexen Logistikdienstleistungen im Warehouse. An den Standorten in Sydney, Melbourne, Perth und in 23 anderen Städten flattert das Logo des weltweit präsenten Logistikers auf den Flaggen.

Demet Meditz, Manager Tradelane Development

„Wenn ein deutscher Kunde wünscht, dass wir seine Produkte in Adelaide etikettieren, dann tun wir das.“

Logistikprodukte wie in Europa

Seefracht rundum sorglos: Das Projekt „Bourbon“ für Evonik Industries

Für den Bau einer Fabrik transportierte DB Schenker Fracht aus 5 Ländern in die USA und übernahm dabei erfolgreich die komplette Projektsteuerung. Dafür arbeiteten Landesgesellschaften rund um den Globus reibungslos zusammen.

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„Letztlich bieten wir den deutschen Unternehmen in Australien das Gleiche an, was sie auch in Europa von uns bekommen“, sagt Demet Meditz. Sie ist bei DB Schenker für die Entwicklung des Seefracht-Geschäftes auf der Achse Europa-Südostasien verantwortlich, inklusive Südkorea, Australien und Neuseeland. „Wenn ein Kunde wünscht, dass wir seine Produkte in Adelaide etikettieren, dann tun wir das. Auf Wunsch bestücken wir auch in Brisbane verkaufsfördernde Displays für den Einzelhandel.“ In Australien übernimmt DB Schenker auch Business-to-Consumer-Transporte: Zustellungen beim Endkunden, zum Beispiel für eine Modemarke.

Zu den großen DB Schenker-Kunden auf der Deutschland-Australien-Relation gehört ein Unternehmen, das Medizin- und Pflegeprodukte herstellt. Per Seefracht gehen Wundauflagen, Inkontinenz- und andere voluminöse Hygieneartikel auf die Reise. Auch Papier für alle Anwendungen befördert DB Schenker im Auftrag seiner Kunden nach Australien. Die umschlagstärksten Seehäfen von Ozeanien befinden sich übrigens in Sydney und Melbourne.

Hin- und Rückreise für den Baukran

Bei manchen Seefrachttransporten ist es wie mit einem Bahnticket: Der Kunde bucht Hin- und Rückfahrt. Wie das? „Ein deutsches Unternehmen liefert Kräne nach Australien“, erklärt Meditz. „Wenn die Baustelle fertig ist, geht das Equipment in 40-Fuß-Containern zurück nach Europa.“ Ein einzelner Kran füllt locker 10 Stück davon, der Logistiker rechnet das in 20 TEU um.

“#Seefracht zwischen Deutschland und #Australien. Baukräne lösen bei DB #Schenker die Hin- und Rückfahrkarte.“

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Und worauf die Australier geradezu Heißhunger haben, weiß Meditz auch: „In einigen unserer Logistikzentren übernehmen wir das Handling für Fruchtgummi, Schokolade und Kekse.“ – Manchmal ist Australien-Logistik ein süßes Geschäft.

Kontakt

Demet Meditz
Manager Tradelane Development
South East Asia / South Korea / Australia / New Zealand
Schenker Deutschland AG
E-Mail: demet.meditz@dbschenker.com