transport logistic 2017: Diese 3 Technologien standen im Fokus

Die transport logistic ist die weltweit größte Messe im Bereich Logistik. In diesem Jahr kamen 60.000 Besucher aus 120 Ländern nach München, um die neuesten Produkte, Dienstleistungen und Lösungen im Schienen-, Straßen-, Wasser- und Luftverkehr kennenzulernen. Auch logistik aktuell war vor Ort, um nach den Themen Ausschau zu halten, die bei der Messe besonders im Fokus standen.

1. Fokus: Digitalisierung auf allen Ebenen

DB Schenker und MAN unterzeichnen Platooning-Kooperation | logistik aktuell

DB Schenker und der MAN unterzeichnen einen Kooperationsvertrag auf der transport logistic-Messe in München, um vernetzte Lkw-Kolonnen zu testen.

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Na klar, auch auf der transport logistic drehte sich alles um Digitalisierung. Fast an jedem Stand offenbarten sich kreative Ideen und Produkte, die in digitale Lösungen wie Apps umgesetzt wurden. Den Stellenwert dieser Entwicklung fasste Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zusammen. Für ihn „steht die Logistik vor der spannendsten Innovationsphase der letzten Jahrzehnte – und gewinnt damit weiter an Bedeutung. Entwicklungen wie der Online-Handel, die Industrie 4.0 und die Vernetzung aller Dinge bedeuten mehr Güter, mehr Transport und mehr Logistik.“

Auch bei DB Schenker konnten die Besucher interessante Einblicke in die digitale Welt der Logistik erhalten – zum Beispiel zu Drive4Schenker. Die digitale Frachtbörse, die auf der Technologie des US-Startups uShip basiert, zielt darauf ab, den Geschäftsbereich Direct Freight intelligent zu vereinfachen und zu optimieren. Bis Ende des Jahres sollen täglich 5.000 Transporte online an Transportunternehmen vergeben werden.

Ein weiteres Highlight am Messestand von DB Schenker: Die Smartbox-Familie. Mittels Sensortechnik können Transporte bezüglich der wichtigsten Parameter – zum Beispiel Position, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit – aus der Ferne überwacht werden. Das verschafft den Kunden die Sicherheit und Transparenz, die heute bei internationalen Lieferketten erwartet werden.

2. Fokus: Künstliche Intelligenz

Mensch und Roboter – wer hat Vorfahrt? | logistik aktuell

Mensch und Roboter arbeiten als Kollegen Hand in Hand: Das könnte schon bald Realität in vielen Fabrikhallen sein. Aber wie ist das Miteinander rechtlich geregelt? Wer hat Vorfahrt? Und brauchen wir neue Gesetze für den Umgang von Mensch und Maschine? Über solche Fragen denkt man an der Forschungsstelle RobotRecht der Universität Würzburg seit 2010 intensiv...

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Unternehmen wie Google arbeiten bereits mit Hochdruck am Einsatz künstlicher Intelligenz. Doch auch die Logistikbranche blickt auf diese vielversprechende Technologie. Das zeigen die Ergebnisse des LOGISTIC-Trend-Index 2017, der im Rahmen der transport logistic vorgestellt wurde. Gerade autonome Fahrzeuge stehen bei den befragten Logistikexperten aus der Logistikbranche hoch im Kurs. 64 Prozent von ihnen betrachten die Technologie als entscheidend für zukünftigen Erfolg im Transportwesen. Laut der Umfrage plädieren 70 Prozent der Logistiker dafür, die Marktchancen für die Anwendung von künstlicher Intelligenz zu prüfen.

Ansätze für die Praxis wurden derweil schon auf der Messe diskutiert. Künstliche Intelligenz könnte zum Beispiel dazu beitragen, dass Fahrzeuge lernen, ihre Umwelt wahrzunehmen – zum Beispiel gefährdete Fußgänger. Außerdem könnte AI die Routenplanung in Echtzeit steuern. Dies könnte dem Landverkehr genauso zu Gute kommen wie KEP-Dienstleistern.

3. Fokus: E-Mobilität

Klimaschutz drängt Logistiker zur Elektromobilität | logistik aktuell

Elektrisch angetriebene Lastwagen sind die Antwort auf mehr Klimaschutz in unseren Städten. DB Schenker erforscht den realen Einsatz solcher Lkw. 

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Ganz weit vorn bei den Branchentrends auf der transport logistic war außerdem das Thema E-Mobilität. Gerade KEP-Dienstleister treibt die Frage um, wie sie die umweltfreundlichen Antriebe wirtschaftlich sinnvoll im Praxisbetrieb auf die Straße bringen.

Das Fraunhofer IML gab dem Thema E-Mobilität – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Forum. Hier wurden neben den bestehenden Hindernissen – beispielsweise der Akkulaufzeit – auch die passenden Ansätze für Lösungen diskutiert. Neben technischen Facetten wurden dabei auch politische Rahmenbedingungen behandelt. Außerdem befassten sich die Teilnehmer mit der Frage, wann E-Mobilität ökologisch sinnvoll sein kann und wann nicht. Stammt die Energie für die elektrischen Antriebe zum Beispiel aus der Verbrennung von Kohle, könnten kaum positive Effekte für die Umwelt realisiert werden. Demnach müssten nicht nur die E-Lieferfahrzeuge zur Serienreife gebracht werden, sondern weiterhin politisch an der Energiewende gearbeitet werden.

“@transport_messe: Die Fokusthemen der #Logistik-Leitmesse in München. #Digitalisierung #KI #eMobilität “

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transport logistic: Was wird bleiben?

Ob Digitalisierung, E-Mobilität oder künstliche Intelligenz – auf der diesjährigen transport logistic stand Technologie im Fokus. So gab es kaum ein Unternehmen auf der Messe, das keine digitalen Lösungen oder technische Neuerungen präsentierte. Doch stellt sich bezüglich vieler interessanter Ansätze eine zentrale Frage: Welche Innovationen werden zur nächsten transport logistic nicht nur als Idee, sondern auch in der Logistikpraxis punkten können?